Weiblicher und männlicher Regen
29.4.2020
In den letzten Tagen hat es endlich geregnet. Es war ein richtig guter, satter Regen, der allen Staub aus der Luft gewaschen hat, so dass man endlich wieder durchatmen kann.
Buchstäblich über Nacht schauen nun die ersten Maispflanzen aus der Erde, gehen Blütenknospen auf und schießt das Getreide in die Höhe. Die Navaho im Südwesten der USA nennen diese Art Regen, der alles wachsen und gedeihen lässt, weiblichen Regen.
Ganz anders kommt männlicher Regen daher. Er fällt in Sturzbächen vom Himmel und wird von heftigen Gewittern begleitet. Der trockene Boden kann die Wassermassen oft nicht schnell genug aufnehmen, so dass sich das Wasser in Senken und Flussbetten sammelt und Rinnsale binnen kürzester Zeit in reißende Ströme verwandelt.