Bindung
24.5.2020
Auf Netflix gibt es eine Serie, die „Das erste Jahr“ im Leben von Babys aus ganz verschiedenen Perspektiven betrachtet.
Eine der Folgen handelt davon, wie die Bindung zwischen Eltern und Kindern entsteht und wächst. Dabei hat man das Glücks- und „Kuschelhormon“ Oxytocin unter die Lupe genommen. Schon lange weiß man, dass das Oxytocin nicht nur die Geburts- prozesse selbst fördert, sondern danach auch den Milchfluss bei der Mutter und das Bedürfnis nach Nähe und Verbundensein mit dem Baby. Eine weitere „Vorsichtsmaßnahme“ der Natur, falls die Umstellung auf „die Zeit danach“ nicht so leicht fällt. Oxytocin hilft aber nicht nur den Gefühlen der Mutter mächtig auf die Sprünge. Auch bei Vätern und bei Adoptiveltern wird Oxytocin ausgeschüttet, und zwar umso mehr, je intensiver der (Körper)Kontakt zu ihrem Kind ist.
Und was wirklich spannend ist: die Veränderungen, die das Hormon im Gehirn beider Eltern bewirkt, sind im MRT darstellbar, und sie bleiben ein Leben lang bestehen.