Unter die Haut (Visuelle Poesie)
Anfang 2017 startete ein gemeinsames Kunstprojekt mit jungen Geflüchteten des Logbook-Kurses und Abiturienten des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Münster.
Anstelle von Buchseiten haben die Jugendlichen weiße Regenmäntel („Regenhäute“) beschriftet. Sich zu verwandeln und in eine neue Haut zu schlüpfen ist eine Wunschvorstellung, von der Mythen, Märchen und Medien leben. Geschriebene oder gesprochene Worte haben dabei eine ähnliche Schlüsselfunktion wie magische Umhänge oder Mäntel. Sie schützen, wärmen, verhüllen, verleihen Superkräfte und beschreiben das Wesen, das in ihnen steckt. Die Regenhäute werden zum Sinnbild dieses Wandels und wie er sich kreativ gestalten lässt.
Ausstellung Juni/Juli 2017:
Am Ende wurden die Mäntel in den Projekträumen ausgestellt, ergänzt durch Portraitfotos und Filminterviews, die der irische Filmmacher Gerry Sheridan in Laufe des Projekts aufgenommen hat.
Besucher waren aufgefordert, Gesichter und Mäntel einander zuzuordnen und die Mäntel anzuprobieren, um den Gedanken und Gefühlen der Jugendlichen nachzuspüren.
Der gleichnamige Dokumentarfilm war im Dezember 2017 im Cinema Münster zu sehen.